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Wo wir überall zu finden sind: Barcelona - Stadt zwischen Gaudi und Messi

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„Barcelooooona!“ schmettert Freddie Mercury voll Inbrunst ins Mikrofon. Sein Duett mit der katalanischen Opernsängerin Montserrat Caballé ist legendär. Zwar starb der ehemalige Queen-Frontsänger vor den Olympischen Sommerspielen 1992 an den Folgen seiner AIDS-Erkrankung – die Hymne der Spiele war es trotzdem. Der FC Bayern München dagegen hat keine guten Erinnerungen an das Lied: Im Champions-League-Finale 1999 im Camp Nou sang Caballé das Lied begleitet von Mercurys Stimme vor dem Spiel gegen Manchester United– und die Bayern um Kahn, Matthäus und Basler erlebten ihr berühmtes „Trauma von Barcelona“ mit zwei Gegentoren in den Schlussminuten nach 1:0-Führung.

Es gibt aber auch außerhalb des Sports Gründe genug, die katalanische Hauptstadt zu besingen – immerhin existieren gleich zwei Gründungslegenden über die Millionenstadt. Die eine führt die Gründung auf Hamilkar Barkas, den Vater des berühmten karthargischen Generals Hannibal nach der Eroberung einer griechischen Kolonie auf dem Gebiet des heutigen Barcelona während des Zweiten Punischen Krieges um 218 vor Christus zurück. Die andere Version stellt den griechischen Halbgott Herakles als Gründer dar, der während seiner zwölf Aufgaben an der Küste Katalaniens ein gestrandetes Schiff der Argonauten um Jason (das ist der mit dem Goldenen Vlies) entdeckte und die Gegend so bezaubernd fand, dass er eine Stadt gründete.

Wie auch immer es sich zugetragen hat: Barcelona ist sehr alt. Im Römischen Reich war die Stadt zwar nicht von überragender Bedeutung, entwickelte sich aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage aber dennoch zu einer Siedlung, die eine Plünderung durch die Goten in der Spätphase des Imperium Romanum rechtfertigte. Nach einer weniger als 100 Jahre dauernden Besatzung durch die Mauren eroberten die Karolinger die Stadt zurück. Daraus entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte die „Krone Aragonien“ mit Barcelona als kulturellem, wirtschaftlichem und militärischem Zentrum. Nach der Hochzeit von Ferdinand II. von Aragonien mit Isabella I. von Kastilien verlor Aragonien allerdings an Bedeutung. Das Machtzentrum verlagerte sich zuerst nach Toledo, unter dem Habsburger Philipp II. nach Madrid.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte die Stadt einen neuerlichen wirtschaftlichen Aufschwung und wurde ein industrielles Zentrum Spaniens. In der zweiten Republik Spanien war Barcelona eine Hochburg der Linken und damit der Regierung, erlebte im Bürgerkrieg schwere Bombenangriffe und fiel am 26. Januar 1939 schließlich an die Truppen des späteren Diktators Francisco Franco. Der bestrafte die Loyalität Barcelonas zur Republik hart: Der Gebrauch der katalanischen Sprache wurde unterdrückt, die Stadt büßte ihre Rolle als politisches und kulturelles Zentrum ein. Ein Hort des Widerstands gegen die Franquisten war in der Diktatur das Camp Nou des FC Barcelona, der gegen die „Königlichen“ von Real Madrid, dem von Franco protegierten Hauptstadtclub, leidenschaftliche Duelle austrug. Diese Rivalität ist bis heute geblieben, der „Clasico“ zählt zu den bedeutendsten Derbys der Welt.

Barcelona ist aber nicht nur Heimat eines der ruhmreichsten Fußballclubs der Welt, sondern auch ein kulturelles Zentrum par excellence: Der historische Stadtkern ist durchzogen von beeindruckender Architektur, darunter La Catedral, die Kathedrale der heiligen Eulàlia, der Placa del Rei oder das Stadtmuseum. Aus dem Zentrum heraus führt die Flaniermeile La Rambla bis zum Hafen. Weltberühmt und noch länger im Bau als der Flughafen BER ist die Sagrada Familia – eine katholische Basilika im Modernisme-Stil – einer Form des Jugendstils, die in Barcelona entstand und von Antoni Gaudí maßgeblich geprägt wurde. Mit ihrem Bau wurde 1882 begonnen – und sie soll zum 100. Todestag Gaudis 2026 fertiggestellt sein. Vermutlich also noch vor dem Flughafen Willy Brandt.

Was es neben den kulturellen und sportlichen Glanzlichtern in Barcelona noch so zu sehen gibt – außer der 1994 gegründeten Rutronik-Niederlassung natürlich – verraten wir Ihnen hier:

Hotspot: Vila Viniteca
Ein Paradies für Weinliebhaber: Die Vinothek wurde 1932 gegründet und gehört für Weinliebhaber zu den ersten Adressen in ganz Europa. Hier werden Weine und Cavas aus rund 200 Weinkellereien Spaniens und der ganzen Welt verkauft. Auch das Ambiente ist beeindruckend und für sich genommen schon einen Besuch wert. Gegenüber liegt La Teca, ein Gourmetladen mit einer Käsegrotte und mehr als 350 handgemachten Sorten sowie einem Keller, in dem Verkostungen stattfinden.
http://www.vilaviniteca.es/en/


Hotspot: Mercat da la Boqueria

„Willkommen auf dem besten Markt der Welt“ – so lautet der selbstbewusste Slogan des Mercat da la Boqueria an der Flaniermeile La Rambla. Mit rund 300 Marktständen ist der Mercat der größte Markt Spaniens – wo Einheimische und Sterneköche von Früchten bis zu Meeresfrüchten gleichermaßen gerne ihre Zutaten einkaufen.
http://www.boqueria.barcelona/home


Restaurant: Skybar Grand Hotel Central Barcelona

Außergewöhnliche Aussicht, außergewöhnliche Speisen – und ein Infinity-Pool: Das ist die Skybar des Grand Hotel Barcelona. Eine vorherige Buchung ist dringend notwendig, typisch spanische Gerichte wie Tapas und Meeresfrüchte stehen auf der Karte.
http://www.grandhotelcentral.com/de/speisen-getranke/skybar/


Restaurant: Can Valles

Klein, fein, exklusiv – und stark frequentiert. Eine Reservierung im Can Valles ist Pflicht. Die mediterrane Küche besticht durch ausgewählte Zutaten und erlesene Qualität zu akzeptablen Preisen. Ob Pfeffersteak, Meeresfrüchte oder Paella – hier findet jeder das Gericht seiner Wahl.
https://www.tripadvisor.de/Restaurant_Review-g187497-d1036570-Reviews-Can_Valles-Barcelona_Catalonia.html


Restaurant: Irati Taverna Basca

Traditionelle baskische Küche im Herzen Kataloniens: Das gibt es tatsächlich – die Irati Taverna Basca bietet von Kokotxas (Seehecht-Wangen) und frischem Wildfisch vom Grill über gesalzenes Kabeljau-Omelette bis hin zu Galizischem Rindertartar zahlreiche Spezialitäten.
http://gruposagardi.com/en/restaurant/irati-taverna-basca/


Bar: La Vinya del Senyor

Die kleine Weinbar liegt im Schatten der Basilica Santa Maria del Mar. Für Weinliebhaber ist dies der ideale Ort: Man findet auf der Karte eine einzigartige Auswahl an Weinen und Cavas, die man bei Aussicht auf die vorbeiströmenden Touristen, Straßenkünstler, Einheimische und - wenn man Glück hat - Hochzeitsgesellschaften genießen kann.
https://de-de.facebook.com/vinyadelsenyor/


Hotel: H10 Catalunya Plaza

Mitten im Zentrum von Barcelona befindet sich das H10 Catalunya Plaza – in einem voll restaurierten Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert. Die Inneneinrichtung vereinigt klassische und zeitgenössische Gestaltungselemente und atmet so ein Stück Historie. Im Restaurant 1892 kann man ein hochwertiges Frühstück genießen.
https://www.h10hotels.com/de/hotels-barcelona/h10-catalunya-plaza