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Jederzeit abwehrbereit

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Bssss… klatsch! Bssss… „AUTSCH!“ Bssss… „MISTVIECHER!“ So klingt er - der alljährliche Sommerhit in der Rheinebene und anderen Gebieten in Flussnähe. Sobald die Temperaturen steigen, kommen die Stechmücken. Die Plagegeister vermehren sich insbesondere in stehenden Gewässern rasend schnell. Durch ihre schiere Anzahl und das nervtötende Summen ihrer Flügel sorgen sie dafür, dass aus der entspannten Grillparty im Garten rasch ein wildes Gefuchtel wird, wenn alle Gäste versuchen, sie zu vertreiben. Da helfen weder Crèmes noch Sprays. Als Bewohner der Rheinebene wissen wir, wovon wir reden!

Dieses Jahr wird die Schnakenplage sehr wahrscheinlich noch eine Spur nerviger, denn Ende Mai – zur Hochphase der Stechmückenbekämpfungszeit – verlor die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage (KABS), die sich im Bereich der Oberrheinebene um die Eindämmung der Plagegeister kümmert, binnen kurzer Zeit zwei Helikopter. Damit geriet die Ausbringung des Bekämpfungsmittels in Zeitverzug. Zwar ist inzwischen ein Helikopter wieder einsatzbereit, trotzdem müssen wir mit einer größeren Population als im Vorjahr rechnen.

Natürlich gibt es Mittel und Wege, sich gegen Stechmücken zu schützen, aber die funktionieren, wie wir aus leidvoller Erfahrung wissen, allesamt mehr schlecht als recht. Sprays oder Crèmes riechen teilweise etwas streng, funktionieren nur leidlich und nicht jeder verträgt sie. Natürlich könnten wir stattdessen versuchen, uns – sofern noch nicht vorhanden – einen Gartenteich anzulegen und darin Libellen zu züchten, denn diese ernähren sich von Mücken. Das erscheint uns allerdings doch etwas teuer, nicht zu vergessen, dass so ein Teich ja auch gepflegt werden will.

Das dachten sich vermutlich auch die Schweizer Entwickler des Start-ups Nopix Global AG in Zürich und entwickelten statt der x-ten Crème mit dem nopixgo ein Mückenschutz-Armband, das die nervtötenden Insekten statt durch chemische Wirkstoffe mittels elektromagnetischer Wellen und Signale davon abhält, zu stechen.

Die Technologie dahinter nennt sich biopulse und wurde ursprünglich vom Schweizer Elektronik- und Hochfrequenzwissenschaftler Kurt Stoll entwickelt, um Kinder in Afrika vor Stechmücken zu schützen, die Malaria übertragen. Er betrachtete die Frage, wie man Mücken davon abhalten kann, zu stechen, aus der Perspektive eines Physikers statt eines Biologen. So fand er gemeinsam mit Experten der Universität Tübingen heraus, dass elektromagnetische Wellen und Signale auf die Steckmücken wirken.

Diese Technologie hat Nopix Global nun in seinem Insektenschutz-Armband integriert. Das biopulse-Modul im nopixgo-Mückenschutzarmband sendet schwache elektromagnetische Signale, die den Sensillen (haarähnliche Sinnesorgane) der Stechmücken vorgaukeln, dass sich unmittelbar vor ihnen eine Unwetterzone befindet. Durch ihre natürlichen Instinkte meiden die Insekten das vermeintliche Unwetter. Da sich Instinkte nicht einfach abschalten lassen, können sich die Mücken nicht daran gewöhnen – anders als an chemische Wirkstoffe.

Auf diese Weise, so verspricht es das Start-up, soll das Risiko von Mückenstichen drastisch gesenkt werden. Das Armband simuliert im Umkreis von zwei Metern um den menschlichen Körper Unwetter, ohne dass sich die elektromagnetischen Strahlen schädlich auswirken sollen: Die Signalstärke des Biopulse-Moduls ist laut Nopix Global weniger als ein Prozent so stark wie die eines handelsüblichen Smartphones und damit weder für Menschen mit Herzschrittmacher, Schwangere oder Tiere gefährlich. Geladen wird das nopixgo über Micro-USB und bietet bis zu fünf Tage Schutz vor Mückenstichen.

Für die Zukunft ist geplant, die Technologie auch auf anderen Applikationsfeldern einzusetzen, beispielsweise in Fensterrahmen oder auf dem Schreibtisch. Die biopulse-Technologie wird auch im Kampf gegen Stechmücken eingesetzt, die so genannte Vektorkrankheiten wie Malaria, Denguefieber oder Zika übertragen. Um das künftig noch besser und zielgerichteter tun zu können, werden die erforderlichen Frequenzmuster für das Modul dann je nach Region über Bluetooth direkt konfiguriert werden können.

Wir bei Rutronik24 hatten eines der nopixgo-Armbänder schon im Asien-Urlaub im Einsatz und waren hochzufrieden: kein einziger Mückenstich in zwei Wochen! Seitdem sehen wir den Grillfesten im heimischen Garten deutlich gelassener entgegen – und müssen uns nun doch kein eigenes Libellengeschwader zulegen, das Jagd auf die lästigen Schnaken macht!

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