Rutronik News

Den inneren Schweinehund an die Leine legen

  Newsletter Article

Haben Sie an Silvester gute Vorsätze fürs neue Jahr gefasst? Es gibt da ja eine ganze Menge von Klassikern: Mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport treiben, abnehmen, mehr Leberwurstbrötchen essen – die Liste ist endlos. Und ebenso schnell, wie wir diese Vorsätze gefasst und hoch und heilig geschworen haben, uns diesmal aber wirklich so echt daran zu halten, ist die erste Zigarette des Jahres angezündet, das Fitnessstudio-Abo gekündigt und die nächste Fertigpizza auf dem Teller. Wir bei Rutronik24 haben uns dieses Mal also lieber realistische Vorsätze gefasst: Wir wollen Sie auch in diesem Jahr wieder über die neuesten Technologien informieren und gleichzeitig gut unterhalten!

Aber zurück zu den bedauerlicherweise so schnell gebrochenen guten Neujahrsvorsätzen: Woran liegt es eigentlich, dass wir uns so selten dazu durchringen können, unsere Lebensgewohnheiten zu ändern? Ein Grund liegt schon im Wort selbst begründet: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, weshalb der Satz "Jung gelernt, alt getan" seine Berechtigung hat. Je länger wir eine bestimmte Gewohnheit haben, desto schwieriger ist es, sie wieder loszuwerden. "Thank you, Captain Obvious", werden Sie sagen, denn um das zu wissen, braucht man kein Medizin- oder Psychologiestudium.

Tatsächlich sorgt aber ebenjenes Gewohnheitsverhalten des Menschen dafür, dass sich Gewohnheiten wenn, nur langsam ändern lassen - und wir eben nicht schlagartig vom 31. Dezember auf 1. Januar unser Leben auf links drehen und vom kettenrauchenden Couchpotatoe zum nächsten Instagram-Fitnessinfluencer werden. Das sorgt beim Versuch, genau das zu tun, schnell für Frustmomente, denn unser innerer Schweinehund lässt sich eben nicht so leicht überwinden.

Es ist schlicht nicht realistisch, von heute auf morgen dreimal die Woche zum Sport zu gehen oder binnen vier Wochen ohne Jo-Jo-Effekt zehn Kilo abzunehmen - obwohl uns das die um Neujahr herum in schier unendlicher Zahl im TV laufenden Werbespots vorgaukeln wollen. Diese zu ehrgeizige Zielsetzung sorgt dafür, dass wir schnell frustriert sind, wenn es mit dem Abnehmen nur langsam klappt - und auch der Vorsatz, mehrmals die Woche Sport zu machen, scheitert gerne daran, dass dafür in unserem vollgepackten Terminkalender schlicht keine Zeit ist.

Realistisch bleiben, positiv denken - und nicht ausgerechnet am Neujahrstag beginnen
Expertentipps, wie es mit den guten Vorsätzen trotzdem klappt, gibt es so einige. Zuallererst: Ohne die innere Überzeugung geht gar nichts. Daher ist es auch egal, wann man anfängt, an sich zu arbeiten. Statt Neujahr kann es genauso gut der 18. Februar sein, die Sommersonnenwende, der nächste Geburtstag der Schwiegermutter, oder, oder, oder. Die innere Überzeugung ist entscheidend.

Ein weiterer Punkt: Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken, welche Zielsetzung für Sie realistisch ist. Als Couchpotatoe ist das Ziel, dreimal in der Woche ins Fitnessstudio zu gehen, schnell vergessen, sobald einen der erste heftige Muskelkater an die geliebte Couch fesselt. Ab dann ist das Scheitern vorprogrammiert, denn es setzt das: "Aber nächste Woche mach' ich wieder volle Pulle"-Lügenkonstrukt ein. Besser ist es, zunächst langsam zu beginnen und mit einem leichten Waldlauf zu starten statt einer Fitnessstudiomitgliedschaft. Denn tatsächlich ist der innere Schweinehund locker stärker als der potentielle finanzielle Verlust durch eine Jahresmitgliedschaft. Stellen sich nach den ersten Waldläufen die ersten Erfolgserlebnisse ein, kann man sein Pensum immer noch steigern.

Gleiches gilt für das Abnehmen: Von einem Tag auf den anderen auf Süßigkeiten oder Feierabendbier zu verzichten und sich eine feste Gewichtsmarke zu setzen, mag klappen - und zwar genau bis zum nächsten Wochenende oder der nächsten Feier. Gerade in der Faschingszeit in Süddeutschland sind auch Fasnachtsumzüge und Prunksitzungen gefährlich. Und noch viel wichtiger: Der Körper interessiert sich nicht dafür, welches Zielgewicht wir erreichen wollen. Geht der Gewichtsverlust also langsamer vonstatten als wir uns das wünschen, sind wir schnell frustriert und hauen uns aus Trotz gleich die doppelte Portion rein. Geduld und realistische Ziele sind also Trumpf.

Kleine Helferlein: Motivation ist alles
Dank zahlreicher Wearables und Apps gibt es inzwischen zahlreiche digitale Helferlein, die uns motivieren, am Ball zu bleiben und uns bei unserer Trainingsplanung oder der Rauchentwöhnung unterstützen. Zugegeben: Wir persönlich sind eher davon genervt, wenn unsere Instagram-Freunde jeden Tag Screenshots ihrer gelaufenen Strecke mitsamt Hashtag #healthylife #sportsgoals und so weiter posten. Stolz auf sich zu sein ist schön und gut, aber das anderen auch noch unter die Nase zu reiben? Nicht cool.

Für sich selbst sind Apps, die die gelaufene Strecke mitsamt Puls, verbrannten Kalorien und Zeit anzeigen sowie Achievements (also Erfolgsbelohnungen) vergeben, eine tolle Sache und motivieren tatsächlich. Auch digitale Ernährungsplaner, die einen Speiseplan erstellen, der uns möglichst schnell zum Zielgewicht führen soll, sind super, genauso wie Push-Benachrichtigungen, wann es Zeit wäre, uns mal wieder vom Schreibtischstuhl oder der Couch zu erheben.

Es gibt viele Möglichkeiten und Hilfsmittel, die guten Vorsätze einzuhalten - sofern man es auch wirklich will. Wir für unseren Teil haben unseren Vorsatz, Sie auch weiterhin bestmöglich zu informieren und dabei auch noch zu unterhalten, für Januar hiermit immerhin erfüllt. Hoffen wir zumindest.