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Geschwind wie der Wind - Warum wir gerne schnell unterwegs sind

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Seit Anbeginn der Zeit sucht der Mensch nach Möglichkeiten, schnell von einem Ort zum anderen zu gelangen. Die antike Legende des Läufers, der nach dem Sieg der Athener gegen die Perser in der Schlacht von Marathon 40 Kilometer nach Athen lief, um dort mit dem Ausspruch „Wir haben gesiegt“ tot umzufallen, ist weltbekannt. Nach dieser Legende ist der moderne 42,195-Kilometer-Marathonlauf benannt.

Unsere Urahnen bewegten sich noch mit ihrer eigenen Füße Kraft von A nach B, strebten aber beständig danach, schneller voranzukommen. Dieser Drang führte dazu, dass die Menschen laut Schätzungen von Forschern schon 3.500 vor Christus Pferde als Reittiere für sich entdeckten. Während der Industrialisierung führten technologische Innovationen zur Erfindung der Eisenbahn. Im letzten Jahrhundert sorgte die Verbreitung des Automobils zu einer nie gekannten Freiheit und Reisegeschwindigkeit.

Was haben all diese Fortbewegungsarten gemeinsam? Es gibt sie heute noch! Wir Menschen trennen uns nur ungern von funktionierenden Konzepten - selbst dann, wenn es längst bessere gibt. Pferdekutschen genießen heute als romantisches Fortbewegungsmittel hohes Ansehen, der Pferdesport findet bei Olympia eine große Bühne. Auf Messen bewundern Scharen von Liebhabern und Nostalgikern uralte Lokomotiven. Laufen ist, in vielen verschiedenen Varianten von Gehen über Walking bis Jogging, Volkssport Nummer eins. 20 Millionen Deutsche laufen regelmäßig, am meisten in Karlsruhe, wo die Läufer 245 Kilometer im Jahr zurücklegen - das entspricht der Strecke von Ispringen bis Koblenz.

Und das Auto? Ist immer noch der Deutschen "liebstes Kind", insbesondere für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsplatz. Es ist darüber hinaus auch Prestigeobjekt, Ort für erste erotische Erfahrungen (je älter man wird, desto mehr verliert dieser Aspekt an Bedeutung, sofern man keinen Kombi fährt), und rast über ungezählte Rennstrecken auf dem ganzen Planeten.

 

Ob zu Fuß oder mit Motorenkraft: Ständig stellen Menschen neue Rekorde auf, wenn sie, wie zu Urzeiten, versuchen, so schnell wie möglich von A nach B zu gelangen. Manche Bestmarken weigern sich allerdings hartnäckig, geknackt zu werden: Bisher hat es noch niemand geschafft, die 42,195 Kilometer eines Marathons in weniger als zwei Stunden zurückzulegen. Am nächsten dran war der Kenianer Dennis Kimetto 2014 in Berlin mit 2:02:57 Stunden.

Der Sportartikelhersteller Nike, benannt nach der Siegesgöttin der griechischen Mythologie, fühlte sich vermutlich schon aufgrund seines Namens und der damit einhergehenden Verbindung zur Schlacht von Marathon, berufen, das zu ändern. Also starteten die Amerikaner das Projekt "Breaking2": Auf der Formel-1-Rennstrecke im italienischen Monza sollten Anfang Mai drei Eliteläufer- Eluid Kipchoge aus Kenia, Lelisa Desisa aus Äthiopien und Zersenay Tadese - die 42,195 Kilometer in unter zwei Stunden bewältigen.

Eigens dafür fertigte der US-Konzern einen nur rund 184 Gramm schweren Schuh mit Carbonfaser-Sohle, die dem Läufer 13 Prozent mehr Energie zurückgeben sollte als normale Sohlen. Doch trotz des schicken Schuhs mit dem sperrigen Namen "Nike Zoom Vaporfly Elite" scheiterte der Versuch denkbar knapp: Kipchoge kam in 2:00:25 Stunden ins Ziel. Immerhin: Der Rekord wackelt bedenklich.

 

Monza, wo der Versuch stattfand, steht seit seiner Eröffnung 1922 für Rekorde und Adrenalin- wenn auch ansonsten im Automobilbereich. Dort war seit Mitte der 1920er Jahre die legendäre französische Autoschmiede Bugatti vertreten und konnte 1926 und 1928 den Großen Preis von Italien gewinnen. Die Type35-Modelle fuhren in ganz Europa rund 1.000 Siege ein - eine stolze Zahl. Doch die Autos von Konstrukteur Ettore Bugatti waren nicht nur auf der Rennstrecke ganz vorne dabei: Jean Bugatti, der zweite Sohn des Firmengründers, gelang die Reise vom Firmensitz im elsässischen Molsheim in die Hauptstadt Paris in einem Type43 in 3:55:00 Stunden. Er setzte damit eine Bestmarke, die selbst mit den heutigen Autos nicht so leicht zu unterbieten ist - dennMautstellen und kilometerlange Staus, die selbst einen hochmodernen Bugatti Veyron zuverlässig ausbremsen, gab es in den 1930er Jahren noch nicht.

Bugattis akribische Arbeitsweise ließ ihn Autos bauen, die sowohl auf der Rennstrecke als auch im Alltag zu Höchstleistungen in der Lage waren - und auch optisch Maßstäbe setzten. So kombinierte er Leistungsfähigkeit und Emotion.

Deshalb bewundern wir bei Rutronik24 den französischen Konstrukteur und fühlen uns den gleichen Idealen verpflichtet: Mit Leidenschaft, Sorgfalt, Leistungsfähigkeit und Herzblut wollen wir das Beste für unsere Kunden.