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Wo wir überall zu finden sind - dieses Mal: St.Petersburg, Perle an der Newa

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Dieses Mal führt unsere Reise uns weit hinauf in den Norden. Nach St. Petersburg. Die zweitgrößte Stadt Russlands erstreckt sich über 606 Quadratkilometer am westlichen Teil der Ebene am Fluss Newa.

Gelegen am Finnischen Meerbusen gehören mehr als 40 Inseln zum Stadtgebiet, die über mehr als 500 Brücken mit dem Festland verbunden sind. Das brachte der Stadt den Beinamen „Venedig des Nordens“ ein. Ebenso ist St. Petersburg nicht nur Russlands wichtigster Seehafen, sondern auch sein Tor gen Westen - und die vermutlich meistbesungene russische Stadt.  Neben vielen historischen Sehenswürdigkeiten bietet die Stadt ein pulsierendes Nachtleben, über 300 Cafés, Bars und Restaurants sowie mit den „weißen Nächten“ ein Naturschauspiel, das seines gleichen sucht.

Am Anfang steht nur ein Satz: ,,Hier soll eine Stadt sein!‘‘

Laut einer lokalen Legende nahm mit diesem Satz von Zar Peter dem Großen alles seinen Anfang.  Das Bauprojekt an der Mündung des Flusses Newa begann um 1703. Der Zar wollte ein Fenster nach Westen - dafür lag die kleine Siedlung perfekt. Eines der ersten erbauten Gebäude war die Peter-und-Pauls-Kathedrale. Innerhalb von zehn Jahren avancierte die junge Metropole zur Hauptstadt des Russischen Reiches. St. Petersburg beherbergte hunderte europäischer Händler und Handwerker, unter ihnen auch viele Deutsche, die die Stadt durch ihr Handwerk verschönerten. Durch den Umzug der Regierung nach Petersburg richtete sich die Aufmerksamkeit des ganzen Landes auf die Stadt. Es wurden Akademien für Wissenschaften und schöne Künste gegründet und das Ballett etablierte sich als russische Kunstform. Nach der Machtübernahme der Kommunisten und dem Tode Lenins 1924 wurde St. Petersburg in Leningrad umbenannt und verlor gegenüber der neuen Machtzentrale Moskau an Einfluss und Bedeutung im sowjetischen Imperium. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das berühmte Bernsteinzimmer von den Nazis geraubt und gilt seither als verschollen. Nach dem Krieg entwickelte sich Leningrad zu einem Industrie- und Wissenschaftszentrum der UdSSR. 1991 erhielt die Stadt nach einer Volksabstimmung ihren alten Namen zurück.

Das Kulturangebot der Millionenstadt lässt nichts zu wünschen übrig und die Auswahl ist groß: 70 Theater, mehr als 300 Museen, mehr als 20 Kultur und 80 Musik und Theaterfestivals jährlich und dazu noch zusätzlich 200 Parks. Das beeindruckteste Museum ist die Eremitage, das älteste und zweitgrößte Museum der Welt. Die Ausstellung umfasst über drei Millionen Bilder und Kunstartefakte. Die Ausstellungsfläche beträgt 233.345 Quadratmeter. Würde man bei jedem Artefakt nur eine Minute verweilen, könnte man sich acht Jahre in dem von Zarin Katharina der Großen gegründeten Gebäudekomplex aufhalten. Besonders beliebt sind Reisen nach St. Petersburg zwischen Mai und Juli. Das kommt auch daher, das einem zur Sommersonnenwende am 21. Juni ein beeindruckendes Naturschauspiel geboten wird.

Da „Piter“, wie die Stadt von Einheimischen liebevoll genannt wird,  nördlich des 60. Breitengrades liegt, wird es hier zur Sommerzeit nie ganz dunkel. In ein silbriges Licht getaucht funkeln die Paläste und ihre goldenen Kuppeln noch ein bisschen heller als sonst. Die kürzeste „weiße Nacht“ findet vom 21. auf den 22. Juni statt. An Schlaf ist in dieser Nacht nicht zu denken - zu viel gibt es zu bestaunen: Ob man bis 1 Uhr wartet und beobachtet, wie einige der unzähligen Brücken sich heben, um den Schiffsverkehr passieren zu lassen, ob man das rote Segelschiff bestaunt, das zu dieser Zeit auf der Newa kreuzt, oder ob man selbst eine Bootstour unternimmt, um die Stadt und das Feuerwerk in dieser Nacht zu bestaunen. Wir haben jedenfalls ein paar Tipps für Sie zusammengestellt. Los geht‘s!

 

Das Museum der sowjetischen Spielautomaten

Wer hinter dem Eisernen Vorhang aufgewachsen ist, dürfte sich hier an einige der aufregendsten Momente seiner Kindheit zurückerinnern: Im Museum der sowjetischen Spielautomaten sind die Klassiker der Arkade-Maschinen aus Sowjet-Zeiten ausgestellt. Ob „Morskoi Boi“ (Seekampf), „Tankodrom“, Flipperautomaten oder die ersten Videospiele „Gorodki“ und „Skatchki“ (Pferderennen) – sie alle wurden restauriert und stehen nun spielbereit zur Verfügung. Darum ist im Eintrittspreis von 450 Rubel (ca. 6,60€) auch eine gute Handvoll 15-Kopeken-Münzen enthalten. Viel Spaß!
http://www.15kop.ru/de/

Restaurant: Ginza-Restaurants
Die Themenrestaurants von Ginza bieten von orientalischem Flair über Essen an Deck eines Motorbootes bis hin zu unterschiedlichen russischen Motiven reichlich Abwechslung, die sich auch in der Speisekarte niederschlägt. Von typisch russischen über italienische bis zu japanischen Gerichten – hier kommt jeder auf seinen Geschmack.
http://en.ginza.ru/spb/restaurant

Restaurant: Severyanin
2011 im alten Stadtzentrum eröffnet, atmet das Severyanin das des St. Petersburg des 19. Jahrhunderts. Auf der Speisekarte stehen Gerichte aus dem Norden Russlands, die es wert sind, sämtliche Diätpläne kurzfristig zu vergessen.
http://eng.severyanin.me/en/

Restaurant: Palkin
Edles, gediegenes Ambiente und ebenso erlesene, typisch russische Speisen. Verschiedene Arten Kaviar, Meeresfrüchte und Fisch sind das Markenzeichen eines der ältesten Restaurants von St. Petersburg.
http://www.palkin.ru/en/

Bar: Paulaner Park Inn Pulkovskaya Hotel
Ein Stück Deutschland in St. Petersburg: Das Paulaner ist im Stile eines bayrischen Wirtshauses eingerichtet und braut in einer eigenen, kleinen Brauerei typisch deutsches Weißbier. Natürlich dürfen auch traditionelle Gerichte wie Weißwurst nicht fehlen.
http://www.saint-petersburg.com/hotels/park-inn-pulkovskaya-hotel/dining/paulaner.asp

Bar: Dachnikinevski20
Als wäre sie nie untergegangen: Das Interieur des Dachnikinevski20 atmet den Stil der Sowjetunion – und das nicht nur durch die historischen Einrichtungsgegenstände, sondern auch auf der Speisen- und Getränkekarte. Erleben Sie ein Stück UdSSR.
http://reca.rest/restaurants/dachnikinevski20

Hotel: Park Inn Pulkovskaya Hotel Das Hotel zum bayrischen Wirtshaus: Das Park Inn besticht mit ruhiger Lage, befindet sich aber in Reichweite von Innenstadt und Flughafen (20 Minuten). Das Vier-Sterne-Hotel verfügt über eine hervorragende Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und bietet selbstverständlich gewohnte Annehmlichkeiten wie Sauna- und Poolbereich.
https://www.parkinn.ru/hotelpulkovskaya-stpetersburg