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Bolzplatzliga: Weit mehr als faires Fußballspiel

Pforzheim. Längst ist die Bolzplatzliga nicht mehr allein für das faire Kicken in der Stadt bekannt, sondern auch für das soziale Engagement über den Spielfeldrand hinaus.

Bei den diesjährigen Finalspielen der Altersklassen U13, U16 und U20, die am Samstagmorgen auf dem Bolzplatz der Insel-Schulen stattgefunden haben, konnten erste Erfolge des in diesem Jahr neu aufgelegten Programmpunkts der „Patenschaftsfirmen“ gefeiert werden. Insgesamt wurden dank jener Firmen, die am Spielfeldrand Infostände samt Verpflegung angeboten hatten, vier der Spieler in ein Ausbildungsverhältnis vermittelt. Einer von ihnen ist der 17-jährige Hazim Tahseen aus dem irakischen Dohuk. Er war vor fünf Jahren nach Pforzheim gekommen und beginnt nun im September eine Ausbildung als Fachlagerist bei Rutronik.

Auch Birgit Fritz, Ausbildungsleiterin der Sparkasse, die am Finaltag die Betreuung eines Infostands übernommen hatte, zeigte sich überaus zufrieden: „Es ist richtig viel los, ich habe bereits zwei sehr intensive Gespräche mit älteren Interessenten geführt und auch einige von den Jüngeren haben sich sehr für das Thema interessiert.“

Zum gemeinsamen Abschluss der Saison waren neben zahlreichen teilnehmenden und interessierten Spielern auch einige Stadträte, Sozialbürgermeisterin Monika Müller und der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum gekommen.

Das seit dem Jahr 2006 bestehende Projekt „Bolzplatzliga“ wird gefördert von der Bundesliga-Stiftung, dem Verein „Sicheres Pforzheim, sicherer Enzkreis“, dem Programm „Integration durch Sport“ und der Stadt. Initiiert wurde es von Stadtjugendring, Sportkreis und Stadt. Die Spiele finden stets auf wechselnden Bolzplätzen der Stadt statt, die Spieler definieren ihre Regeln selbst und sorgen auch für deren Einhaltung. Dabei wird besonderer Wert auf Fairplay gelegt.